Shining

Shining (Roman)                                                            Shining (1980)
Autor: Stephen King                                                      Regie: Stanley Kubrick
Deutsche Erstveröffentlichung: 1977                  Deutsche Erstveröffentlichung: 1980
Seitenzahl: 623                                                               Länge (EU-Fassung): 119 Minuten
Verlag: Bastei Lübbe                                                     Drehbuch: Stanley Kubrick, Diane Johnson

The Shining (1997)
Regie: Mick Garris
Deutsche Erstveröffentlichung: 1997
Länge: 259 Minuten
Drehbuch: Stephen King

Vorwort

Ich lehne mich wohl nicht zu weit aus dem Fenster, wenn ich behaupte, dass „Shining“ zu den bekanntesten Horrorwerken gehört. Das gilt für Stephen Kings Roman ebenso wie für Stanley Kubricks Verfilmung – was eigentlich ganz witzig ist, denn von der Grundgeschichte einmal abgesehen, haben beide Werke gar nicht so viel miteinander zu tun. Kubrick hat sich nämlich viele Freiheiten für die Verfilmung des Romans genommen, was Stephen King bis heute wahnsinnig stört. Und so entschloss sich der Autor Ende der 1990er Jahre, sein literarisches Werk noch einmal „richtig“ auf die Bildschirme zu bringen.

Da es drei ganz verschiedene Werke geworden sind, gibt es hier einmal keine klassische Rezension, sondern einen Vergleich. Denn die drei Varianten bedienen sehr unterschiedliche Geschmäcker.

Vergleich

Die Geschichte

Der Grundplot aller drei Werke ist natürlich erst einmal gleich: Eine Familie, bestehend aus Jack und Wendy Torrance sowie Sohn Danny ziehen für den Winter in das geschlossene Overlook Hotel, tief in den Rocky Mountains. Jacks Aufgabe ist es, als Hausmeister Schäden, die im Laufe des Winters entstehen, zu beheben bzw. ihnen vorzubeugen. Dabei ist der Familie klar, dass sie für einige Monate von der Außenwelt abgeschnitten sein werden, sobald der Schnee in größeren Mengen fällt. Der einzige Kontakt zu anderen Menschen ist dann das Funkgerät. Was zunächst wie eine angenehme Auszeit für die von vielen Problemen belastete Familie wirkt, entwickelt sich bald zu einem Alptraum. Denn in dem Hotel sind über die Jahre viele schlimme Dinge geschehen, die ihre Spuren hinterlassen haben, und es will Danny.

Der Grund dafür liegt in einer übersinnlichen Gabe, die der Junge besitzt, genannt das Shining. Als potenziell ausführendes Organ der dunklen Mächte gerät Jack immer stärker in den Bann des Hotels, der Wahnsinn verstärkt sich.

Grundton

So gleich die Grundgeschichte ist, so unterschiedlich ist, wie gesagt, die Umsetzung. Das beginnt schon bei dem Grundton der Handlungen. King hat in seinem Roman viel Autobiografisches verarbeitet, denn genau wie Jack Torrance hatte er lange mit Alkoholsucht zu kämpfen. Die Frage nach Schuld, Vergebung und dem Kampf nach dem Aufhören, der niemals endet, bestimmt die Geschichte stark. Jack fühlt sich häufig von Wendy ungerecht behandelt, die ihrerseits nicht vergessen kann, dass er Danny in einem Wutanfall den Arm gebrochen hatte. Gleichzeitig ist das Verlangen nach Alkohol auch nach zwei Jahren Trockenheit noch immer groß, dazu kommt Jacks häufig schwer zu zügelndes Temperament. Und so ist das Buch gerade in der ersten Hälfte oft Drama mit authentisch wirkenden Einblicken in das Innenleben eines trockenen Alkoholikers.

Kubricks Shining dagegen konzentriert sich von Anfang an auf den Aspekt des wachsenden Wahnsinns in einem abgeschiedenen Hotel. Die Alkoholsucht wird nur am Rande erwähnt, das Temperament muss sich der Zuschauer in erster Linie zusammenreimen (was, zugegebenermaßen, nicht besonders schwierig ist). Der Film arbeitet deutlich stärker nach dem Prinzip „Show, don’t tell“, Rückblenden gibt es nicht. Und da der Großteil der Geschichte innerhalb des Hotels spielt, fällt das Vorgeplänkel dann eben unter den Tisch.

In Kings Verfilmung wiederum wird auch auf die Vorgeschichte ein starker Fokus gesetzt. Dafür werden Rückblenden und Erzählungen genutzt. Die entscheidenden Aspekte werden in Streits oder auch durch Berichte an Dritte, etwa einen Arzt, wiederbelebt.

Wirkung

Während dies in einem Buch interessante Charakterstudien hervorbringen kann, macht es die visuelle Variante des Romans dagegen gerade am Anfang zäh und trägt zu der wirklich erstaunlichen Länge von 259 Minuten bei. Der Film wurde dann auch in drei Teilen als Fernsehfilm gezeigt, in kleinen Häppchen ist es wahrscheinlich besser hinzunehmen.

In Kubricks Film entwickelt sich durch die Tatsache, dass man nur geringfügige Kenntnis über die Vorgeschichte hat und alle drei in ihrem isolierten Alltag begleitet, eine fesselnde Atmosphäre und das – etwas, was alle Versionen gemeinsam haben –, obwohl die Erzählgeschwindigkeit eher langsam ist. Aus heutiger Sicht sind beispielsweise minutenlange Einstellungen, wie Danny mit einem Kettcar durch die Hotelgänge fährt, schon fast verstörend langatmig. Aber ich finde, genau so muss diese Geschichte erzählt werden. Zumal das Tempo in der zweiten Hälfte anzieht.

Das Buch hat, wie erwähnt, besonders im ersten Teil viele dramatische, teilweise auch tragische Züge. Gegruselt wird sich da wenig, spannend ist es aber trotzdem. Ich kann das Verhalten aller Figuren zumindest teilweise nachvollziehen, diese Verbindung zu den Protagonisten sorgt dann im zweiten Teil noch einmal für mehr Spannung. Wenn vertraute oder sogar liebgewonnene Figuren ums Überleben kämpfen, hat das eben eine ganz andere Wucht als bei „Fremden“.

Stil

Während die Erzählung bei Kubrick äußerst stringent ist und, abgesehen von Dannys Vorahnungen eigentlich komplett chronologisch verläuft, ist der Roman mit genau der richtigen Menge an wirren Gedanken geschrieben. Wenn sich erlebte Dinge mit den Gedanken der Figuren und den externen Eingebungen des Hotels vermischen, entsteht eine einzigartige Chemie, wie ich finde.

Ein Beispiel, das Kaninchen bezieht sich auf die Heckentiere des Hotels: „Ja. Draußen beim Spielplatz war jetzt ein weißes Kaninchen. Früher war es grün gewesen, aber jetzt war es weiß, als ob es sich in den stürmischen Schneenächten so oft erschrocken hätte, dass es alt geworden war…Danny nahm den Hauptschlüssel aus der Tasche und ließ ihn ins Schloss gleiten.
,Lou, Lou…‘
(Das weiße Kaninchen war auf dem Weg zu einer Krocket-Partie gewesen, der Krocket-Partie, der Roten Königin, mit Störchen als Schlägern und Igeln als Bällen.)
Er berührte den Schlüssel und ließ die Finger über ihn gleiten. Seine Stirn war ganz trocken und ihm war übel. Er drehte den Schlüssel, und das Schloss ließ sich leicht entriegeln.
(SCHLAGT IHM DEN KOPF AB! SCHLAGT IHM DEN KOPF AB! SCHLAGT IHM DEN KOPF AB!)
(dieses Spiel ist kein Krocket, obwohl die Schläger zu kurz sind, dieses Spiel ist)
(WUUUMMMMM! Direkt ins Tor.)
(SCHLAGT IHM DEN KOPF AB!!!!)
“ (S. 305-306)

Natürlich ist nicht die ganze Geschichte auf diese Art geschrieben, aber es gibt eben solche Passagen, und eigentlich passt es immer ziemlich gut. Wie dem einen oder anderen aufgefallen sein wird, kommen hier Anspielungen zu „Alice im Wunderland“ vor. Ein anderes Werk, das noch häufiger zitiert wird, ist „die Maske des Roten Todes“ von Edgar Allen Poe. Auch das unterstützt die unheimliche Entwicklung: Der „Alice“-Plot ist hier und durchaus verstörend, die Poe-Geschichte auf jeden Fall gruselig.

Bei der King-Verfilmung dagegen gibt es, wie gesagt, einige Rückblenden und Vorahnungen, ansonsten zieht sich die Geschichte auch relativ chronologisch durch. Sogar länger als im Buch: Im Roman ist Anfang Dezember Schluss, die Film-Torrances schaffen es noch bis ins neue Jahr.

Greifbare Unterschiede

(Hier folgen in den nächsten drei Themenblöcken Spoiler, ihr wisst bescheid)

Aber natürlich beschränken sich die Unterschiede zwischen den Werken nicht nur auf die Atmosphäre oder emotionale Dinge. Auch der Weg zum Wahnsinn ist ein ganz anderer. Im Buch etwa kommen Wespen aus einem mit Gift bearbeiteten Nest wieder heraus und attackieren Danny, Wendy beschuldigt Jack mehr oder weniger direkt, nicht vernünftig gearbeitet zu haben (er hatte die Wespen getötet und seinem Sohn das scheinbar leere Nest geschenkt), im Vorgarten haben erst Jack, später Danny unheimliche Begegnungen mit den Heckentieren, die mit den Torrances eine Art Kinderspiel spielen, das ich als „Ochs am Berge“ kenne: Man bewegt sich nur, wenn die Person, mit der man spielt, nicht hinschaut. Das Ziel ist es, diese Person zu erreichen.

Dann ist ein großes Thema im Buch ein zeitloser Maskenball, den Generationen von (toten) Gästen immer wieder gemeinsam feiern und zu dem Jack immer stärker hingezogen wird. Danny hat derweil eine unheimliche Begegnung mit einem Feuerwehrschlauch, der ihn zu sehr an eine Schlange erinnert.

Nichts davon findet sich in Kubricks Shining wieder. Die Heckentiere werden durch ein Heckenlabyrinth ersetzt, die Party kommt nur ganz am Rande vor – was zur Folge hat, dass der Zuschauer bestenfalls nicht weiter über die Szenen nachdenkt, sich aber schlechtestenfalls fragt, was er da gerade sieht. So ganz ohne Kontext ist es eben auch doof, da hätte ich mir die ansonsten vorbildlich gezeigte Konsequenz in der Missachtung der literarischen Vorlage gewünscht.

Einen Feuerwehrschlauch sucht man ebenfalls vergebens, dafür gibt es die sehr bekannte Szene der Zwillinge, die mit Danny spielen wollen – für immer. Und immer. Und immer. Oder geschätzte 2000 Liter Blut, die sich aus dem Fahrstuhl ergießen. Immerhin: Der Fahrstuhl findet sich auch im Buch, hat dort durch nächtliche Fahrten allerdings nochmal ein Schreckenspotenzial, das die Menge an Blut leider nicht erreicht.

Die genannten Aspekte sind natürlich auch in Kings Verfilmung zu sehen. Leider, muss man sagen. Denn die Heckentiere, die sich plump mit schlechten CGI-Effekten an ihre Opfer heranschleichen oder der Feuerwehrschlauch mit Zähnen rufen durchaus Gefühle hervor, mit Horror hat dies aber wenig zu tun. Höchstens bei Filmästheten.

Eine Szene, die sich überall findet, ist die wohl ebenfalls sehr bekannte Erscheinung in Zimmer 217: die tote Frau in der Badewanne. Im Roman gehört vor allem Jacks Begegnung mit ihr zu den unheimlichsten Szenen, die ich je gelesen habe. Im Film funktioniert besonders Dannys Aufeinandertreffen mit ihr wahnsinnig gut, in der jüngsten Umsetzung des Plots…ist es okay. Nicht mehr und nicht weniger.

Eine andere ähnlich unheimliche Szene, die es (leider?) nicht einmal in den Fernsehfilm geschafft hat, ist auf dem Spielplatz verortet, als Danny alleine in einer Betonröhre spielt. Also… „alleine“. Überhaupt versucht dieser Film zwar hier und da, eigene Aspekte zu setzen, aber es sind meistens Dinge, bei denen man sich lediglich fragt, warum sie jetzt da sind oder eben weggelassen wurden.

Besetzung

Die Filme leben natürlich auch von ihren Schauspielern. Während Jack Nicholson in Kubricks Variante als irrer Jack Torrance so gut funktioniert wie höchstens noch Heath Ledger als Joker, braucht man ein wenig Fantasie, um ihn sich als liebenden Familienvater vorzustellen. Der Fluch einer zu guten Umsetzung seiner Rolle im zweiten Teil. Danny Lloyd als Torrance-Sprössling funktioniert gut, Hallorann (Scatman Crothers) als Koch des Hotels, der ebenfalls das Shining besitzt und der Familie zu Hilfe eilt, ist auch grundsolide. Gleiches muss man über Wendy sagen, doch die Bewertung von Schauspielerin Shelly Duvall leidet darunter, dass sie überhaupt nicht so aussieht, wie im Buch beschrieben. Ansonsten aber eine gute Darstellung.

Das Gegenteil finden wir in der 97er-Version. Steven Weber als Jack Torrance ist schwierig in seiner Umsetzung als gefährlicher Irrer. Vor allem das „gefährlich“ nimmt man ihm nur schwer ab (auch wenn er für seine Rolle mit dem Saturn Award ausgezeichnet wurde). Danny-Schauspieler Courtland Mead hat den geistesabwesenden Blick bei seinen Visionen perfekt drauf, der Rest…naja, er war halt noch ein Kind – obwohl Danny Lloyd das zum Zeitpunkt der Dreharbeiten ja auch war. Dafür ist Wendy gut getroffen, Rebecca De Mornays Fähigkeiten vor der Kamera sind dann aber doch überschaubar. Wer hier nicht viel falsch macht, ist Melvin Van Pebbles als Hallorann.

Eine Rolle, die in der jüngsten Version neu hinzugekommen ist, ist die des Tony, Dannys unsichtbarem Freund, der ihn ein bisschen durch seine Vorahnungen leitet. Gespielt wird er von Will Horneff, zu seinen Leistungen kann ich aber nichts sagen, denn die Figur als fliegender Nerd in 80er-Jahre-Kleidung ist so cringy, dass niemand diese Rolle hätte retten können.

Die Nebenfiguren sind bei Kubrick überschaubar. Da gibt es in erster Linie Lloyd, den Barkeeper, und Grady, den früheren Hausmeister, der seine Familie ebenfalls „zur Ordnung gerufen“ hat. Mit einer Schrotflinte. Beide Figuren sind nicht zu aufdringlich, herrlich glatt, und passen perfekt in das Setting. In der King-Variante haben Nebenfiguren größere Auftritte, besonders aufgefallen ist aber keine – weder negativ noch positiv.

Wer auffällt, sind die Bösen, Grady und der „Manager“ des Hotels: Bei dem Dreiteiler wirken ihre Rollen wie aus billigen 80er-Jahre-Serien, nachdem sie dem Guten jetzt endlich eine unüberwindbare Falle gestellt haben. Das Make-Up, ein schöner grauer Hautton, der zeigen soll, dass beide tot sind, macht es nun auch nicht besser. Es vermittelt ein bisschen das Gefühl eines improvisierten Halloween-Outfits. Das trägt nun auch nicht unbedingt zu einer unheimlichen Stimmung bei. An der Rolle des „Managers“ zeigt sich auch wieder die erstaunlich plumpe Umsetzung im Fernsehfilm: Der „Manager“ kommt im Roman nicht direkt vor und ist eher das Wesen des Hotels als eine greifbare Figur, ob nun tot oder nicht.

Stärken und Schwächen

Da ich nun aber so viel auf der 90er-Version herumgehackt und Kubrick sowie King in erster Linie gelobt habe, tausche ich hier einmal die Rollen.

Das Buch springt gerne von Höcksken auf Stöcksken, wie man hier sagt. Gerade, wenn es um die Geschichte des Hotels geht, wird gerne noch von der Putzfrau der Geliebten des Untermieters des Bruders des Architekten berichtet. Das ist ein wenig übertrieben, aber gar nicht mal so sehr. Ein schönes Beispiel findet sich auf Seite 222: Es geht da um den vormaligen Hotel-Besitzer Horace Derwent, der ein finanziell angeschlagenes Filmstudio aufkaufte. Und dann erfährt man einen Absatz lang, wieso es dem Studio schlecht geht und was aus dem Kinderstar des Studios wurde. Kann man machen, muss man aber nicht.

Kubrick hat einige Szenen ausgelassen, von denen ich glaube, dass sie auch im Film funktionieren könnten. Wie eben die Spielplatz-Szene. Dafür dann mit der Party zu kommen, ohne dass man weiß, was da eigentlich vor sich geht, ist komisch. Und diese Blutszene…naja, sie ist halt da. Was aber wirklich zu schlecht für den Film ist, ist die Tatsache, dass Hallorann – ein Schwarzer – praktisch direkt nach der Ankunft im Hotel getötet wird und damit der Einzige ist, dessen Tod man sieht. Im Buch überlebt er. Das erinnert schon stark an die Quoten-Schwarzen in 80er-Jahre-Horrorfilmen, die gerne als Kanonenfutter genutzt wurden.

Kommen wir nun zu den guten Dingen in der 90er-Version. Das Hotel ist ganz hübsch, das für die Außenaufnahmen genutzt wurde. (Die Innenaufnahmen wirken dann schon wieder zu beengt, aber wir wollen ja positiv bleiben.) Ansonsten…Es ist halt eine recht genaue Umsetzung eines guten Romans. Belassen wir es dabei.

Das gab es doch schon bei den Simpsons

Mein Vergleich wäre aber nicht komplett, wenn ich nicht auf eine weitere Umsetzung des King-Stoffs – oder besser gesagt des Kubrick-Stoffs – verweisen würde. Und zwar die Version der Simpsons in dem Halloween-Special „Treehouse of Horror V“. In der Geschichte übernimmt Homer den Job des Hausmeisters von Mr. Burns‘ Hotel. Der glaubt, dass die Arbeiter produktiver sind, wenn es kein Bier und kein Fernsehen gibt. Homers Verwandlung zu einem Psychopaten braucht also nicht besonders lange. Ein paar klassische Szenen aus dem Kubrick-Film wurden verarbeitet, es gibt schöne neue Ideen und wenn man ehrlich ist, ist es auch eine wunderbare Zusammenfassung des ganzen Films. Inklusive der Blutwelle.

Fazit

Wenn wir aber die drei übrigen Varianten des Stoffs vergleichen, kann ich keinen Favoriten ausmachen. Der Roman ist großartig, aber ich bin dankbar dafür, dass Kubrick erkannt hat, dass sich dieser nicht 1:1 in einen Film übertragen lässt. Den Beweis dafür hat King selbst Jahre später selbst gebracht. Seine Umsetzung ist billig (in einer Szene ist sogar noch das Richtmikrofon in einer Spiegelung zu sehen), die Darsteller eher schlecht und die Geschichte viel zu lang. Ein Freund hat es mal gut zusammengefasst: „King hat nie verstanden, wie Film funktioniert. Ein Feuerwehrschlauch, der wie eine Schlange wirkt, kann in einem Buch unheimlich sein, in einem Film geht das einfach nicht.“ Und so sehe ich das auch. Es ist schade, dass King der Kubrick-Variante bis heute nichts abgewinnen kann. Aber wahrscheinlich würde es mir ähnlich gehen, wenn meine Geschichte so verändert würde.

Auf jeden Fall kann ich den älteren Film und auch das Buch uneingeschränkt empfehlen. Die neuere Film-Variante ist dagegen nur etwas für Liebhaber der Geschichte. Oder für Leute, die mal wieder Lust auf einen Trashabend haben.

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